EEG Prien Kinder Neuropädiatrie

Was ist ein EEG?

 

EEG steht für Elektro-Enzephalo-Gramm (enzephalon (gr.) = Gehirn, graphein (gr.) schreiben), d. h. die Schwankungen des elektrischen Stroms, den die Zellen im Gehirn erzeugen, werden aufgeschrieben. Ähnlich wie beim EKG, dem Elektro-Kardio-Gramm (kardia (gr.) = Herz), wo die Ströme des Herzen aufgezeichnet werden.

 

Mit Hilfe einer Haube werden gepolsterte Kontakte auf der Kopfhaut aufgelegt und die gemessenen Ströme mit einem Computer aufgezeichnet, wie auf dem Bild zu sehen.

 

Ist ein EEG gefährlich?

 

Nein! Es werden nur die natürlichen Strom-Schwankungen des Körpers gemessen, aber es fließt kein Strom in den Körper hinein. Das Messen ist absolut ungefährlich.

 

Tut ein EEG weh?

 

Nein! Vielleicht empfindest du die Haube nicht sonderlich bequem und die Haare müssen sortiert werden, damit die Messpunkte einen guten Kontakt zur Haut bekommen, das kann etwas kratzen, aber es besteht keinerlei Verletzungsgefahr.

 

Kann man mit dem EEG Gedanken lesen oder ist das ein „Lügendetektor“?

 

Nein, weder noch. Gedanken kann man nicht lesen, und beim sogenannten „Lügendetektor“ werden zwar biologische Messwerte des Körpers genutzt, aber das EEG hat hierbei keine Bedeutung.

 

Was sieht man denn im EEG?

 

Das EEG gibt Aufschluss über die normale oder gestörte Aktivität der Gehirnzellen. Die Arbeit der Gehirnzellen kann gestört werden, wenn z. B. etwas mechanisch auf sie drückt oder es gibt z. B. Erkrankungen, bei denen die elektrische Leitfähigkeit bzw. Isolierung zwischen den Nervenzellen verändert ist und benachbarte Nervenzellen irrtümlich erregt werden und „Fehlinformation“ dadurch entsteht, wodurch das Gehirn unbeabsichtigte „Befehle“ herausgibt. So etwas geschieht z. B. bei einem epileptischen Anfall. Daher kann man z. B. die Bereitschaft zu epileptischen Anfällen im EEG erkennen.